„Dieser Pianist verfügt über eine selten gewordene Fülle an künstlerischen Möglichkeiten, verbunden mit der noch selteneren Fähigkeit, ihren Einsatz genau abzuwägen.“
KultiversumCopyright: Tony Chen Lin
Willkommen
Tilman Krämer zählt zu den interessantesten Pianisten seiner Generation — international gefragt als Solist und Kammermusiker, besonders geschätzt für seine vielfach ausgezeichneten Einspielungen des frühen Klavierwerks von Johannes Brahms.
Tilman Krämer
Copyright: Tony Chen Lin
Biographie
Tilman Krämer zählt zu den interessantesten Pianisten seiner Generation. Internationale Aufmerksamkeit erhielt er vor allem durch seine vielfach ausgezeichneten Einspielungen des frühen Klavierwerks von Johannes Brahms („Supersonic Award“, Nominierung für den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“). Als Solist und Kammermusiker gastiert er auf internationalen Festivals sowie regelmäßig in Japan und China; mit Jan Larsen und Jens Thoben bildet er das „Trio Raro“. Seit 2007 leitet er eine Klavierklasse an der Hochschule für Musik Freiburg und ist international als Dozent für Meisterkurse und als Juror gefragt — u. a. 2021 beim Busoni-Wettbewerb in Bozen.
Der Pianist Tilman Krämer entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem der interessantesten Künstler seiner Generation. Neben seiner intensiven Konzerttätigkeit erhielt er besonders durch die Einspielung des frühen Klavierwerks von Brahms internationale Aufmerksamkeit. Bereits während seiner Kindheit war er Student bei Paul Buck in Stuttgart. Später studierte er bei Konrad Elser an der Musikhochschule Lübeck und Leonid Brumberg in Wien, wo er weitere künstlerische Impulse durch die Arbeit mit Elisabeth Leonskaja erhielt. Die Teilnahme an zahlreichen Meisterkursen — u. a. bei Oleg Maisenberg, Karl-Heinz Kämmerling, James Tocco und Andrzej Jasiński — rundeten seine musikalische Ausbildung ab.
Auf zahlreichen Klavierwettbewerben wurde Tilman Krämer mit Preisen ausgezeichnet. 1996 war er Preisträger des internationalen Klavierwettbewerbs in Madrid; im selben Jahr wurde ihm der Musikpreis der Possehlstiftung Lübeck verliehen.
Neben seinen solistischen Aktivitäten gilt ein besonderes Interesse der Kammermusik. Zu seinen Lehrern zählen Walter Levin und Henry Meyer vom LaSalle Quartett sowie Thomas Kakuska vom Alban Berg Quartett. Er konzertierte mit Mitgliedern des Alban Berg Quartetts und des Artemis Quartetts sowie mit Torleif Thedéen, Daishin Kashimoto, Jean-Guihen Queyras, Bruno Schneider, Martin Ostertag, Francis Gouton, Vytautas Sondeckis, dem Cuarteto Quiroga und dem M. Nostitz Quartett, Prag. Zusammen mit dem Bratscher Jan Larsen (Solobratscher des NDR Elbphilharmonie Orchesters) und dem Klarinettisten Jens Thoben (Professor an der Musikhochschule Lübeck) bildet er das „Trio Raro“.
Er ist gern gesehener Gast auf internationalen Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Usedomer Musikfestival, „Liszt en Provence“, dem Bachfest Leipzig, dem Kammermusikfestival auf Schloss Elmau, „Clásicos en verano“, dem Brahms-Festival Lübeck und dem Oberstdorfer Musiksommer. Seit seinem Debüt 1999 gastiert er regelmäßig in Japan (u. a. als Solist mit dem Osaka Chamber Orchestra und dem Kansai Philharmonic Orchestra) und in der Volksrepublik China. 2017 war er „Artist in Residence“ beim Festival Málaga Clásica.
Zahlreiche Musikproduktionen führten ihn zu den wichtigsten Rundfunk- und Fernsehanstalten in Deutschland, Japan und China. 2000 erschien seine erste CD mit Werken von Schumann und Chopin. Die Gesamteinspielung der „Lieder ohne Worte“ von Mendelssohn wurde als „Referenzeinspielung“ gefeiert (Piano News). 2005 und 2009 folgten zwei vielfach ausgezeichnete Brahms-CDs in Koproduktion mit dem Deutschlandfunk Köln und dem Bayerischen Rundfunk — beide wurden mit dem „Supersonic Award“ des Magazins Pizzicato geehrt und für den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ nominiert. Der Pianist Oleg Maisenberg äußerte sich euphorisch über das Brahmsspiel Tilman Krämers: Es sei „großartig in jeder Hinsicht, absolut souverän, in schönem Klang, mit kristallklarem Denken, hochsensibel und, schließlich, mit großer Inspiration und Gefühl für Brahms gespielt“.
Von 2001 bis 2007 unterrichtete Tilman Krämer an der Musikhochschule Lübeck. Seit April 2007 leitet er eine Klavierklasse an der Hochschule für Musik Freiburg, aus der zahlreiche Preisträger internationaler Wettbewerbe hervorgingen. Masterclasses führte er in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, der Schweiz, Rumänien, China, Japan und Mexiko durch — seit 2012 jährlich beim Forum Musikae (Academia de Música) in Madrid. Als Juror wirkte er bei Wettbewerben in Deutschland, Spanien, der Schweiz, Italien (Busoni-Wettbewerb 2021) und China (Shanghai 2018).
Diskographie
Johannes Brahms
Sonate Nr. 1 op. 1 · Sonate Nr. 2 op. 2 · Scherzo op. 4
Coviello Classics · Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk
BestellenJohannes Brahms
Sonate Nr. 3 op. 5 · Balladen op. 10
Venus Music · Koproduktion mit dem Deutschlandfunk Köln
BestellenFelix Mendelssohn-Bartholdy
Lieder ohne Worte — Gesamtausgabe
Venus Music · Doppel-CD mit ausführlichem Beiheft
BestellenVolker David Kirchner
Vokale Kammermusik
Coviello Classics · mit Julia Ostertag, Sascha El Mouissi u. a.
„Selten hat man den frühen Klavierwerken von Brahms so gebannt gelauscht.“
NDR KulturPresse
„Mit herrlichen Una-Corda-Effekten und kluger Tempogestaltung gibt er den Schönheiten der Musik Raum.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung„Ein mitreissender, gefühlvoller und intelligent gestalteter Brahms, wie man ihn selten gehört hat.“
WDR 3„So viel Wärme und Helligkeit strahlt aus den Melodiegirlanden — der strahlende Höhepunkt eines Konzertes, das vom Publikum mit stehenden Ovationen gewürdigt wurde.“
Stuttgarter Zeitung„Eine der wichtigsten Brahmsinterpretationen der letzten Jahre.“
klassik.com„Man wurde Zeuge musikalischer Herzensergießungen. Bei der Wiedergabe war alles da. Spannend, als hörte man die Fantasie op. 17 zum ersten Mal, leuchtete Krämer den Werkkosmos aus — bis in den lyrischen Abgesang hinein.“
Badische ZeitungPädagoge
Nachdem Tilman Krämer sechs Jahre lang als Lehrbeauftragter an der Musikhochschule Lübeck tätig war, übernahm er 2007 eine Klavierklasse an der Musikhochschule Freiburg, an der er seither eine erfolgreiche pädagogische Tätigkeit entfaltet. Zahlreiche Studierende seiner Klasse wurden mit Stipendien renommierter Begabtenförderungswerke ausgezeichnet, darunter die Studienstiftung des Deutschen Volkes, die Konrad-Adenauer-Stiftung sowie das Cusanuswerk. Darüber hinaus errangen seine Studierenden Preise bei bedeutenden internationalen Klavierwettbewerben, unter anderem in Rom, Paris, Bonn und Madrid.
Neben seiner Hochschultätigkeit engagiert sich Tilman Krämer intensiv in der internationalen Nachwuchsförderung. Seit 2012 leitet er jährlich einen Meisterkurs im Rahmen des renommierten „Forum Musikae“ in Madrid. Darüber hinaus führten ihn Einladungen zu Meisterkursen und Gastdozenturen nach Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, in die Schweiz, nach Rumänien, China, Japan und Mexiko.
Auch als Juror ist Tilman Krämer international gefragt. Er wirkte bei zahlreichen nationalen und internationalen Klavierwettbewerben in Deutschland, Spanien, der Schweiz, Italien und China mit. Im Jahr 2021 gehörte er der Jury des renommierten Busoni-Wettbewerbs in Bozen an. Regelmäßig wird er zudem als externer Experte an Musikhochschulen in der Schweiz eingeladen, wo er Prüfungen begleitet und junge Pianistinnen und Pianisten künstlerisch berät.
Kurse 2026
Aus den Meisterkursen
Media
Beethoven — Die letzten Sonaten op. 109, 110 & 111 (Live, Freiburg 2020)
Schumann — Fantasie C-Dur op. 17 (Live)
Brahms — Späte Klavierstücke (Live)
Beethoven — Klavierkonzert Nr. 5 op. 73 (Live)
Brahms — Variationen über ein eigenes Thema op. 21 Nr. 1 (Live)
Brahms — Variationen und Fuge über ein Thema von Händel op. 24
Kontakt
Klavierklasse Hochschule für Musik Freiburg · mh-freiburg.de